Ein ''fun'' Trial Truck

Unimog 2100 auf Bruder/Tamiya Basis
Vor einigen Jahren habe ich auf der Modellbau in Sinsheim die Vorführungen der Truck Trial'er bestaunt, da ich zu dieser Zeit jedoch keine Ambitionen in Sachen Truck's hatte, habe ich das gesehene schnell verdrängt, man kann ja nicht alles anfangen!
Vor kurzem fand ich dann im Internet eine tolle Seite Modelltruck.net die sich mit Modelltrucks beschäftigt nach umfangreichem Studium der entsprechenden Foren, reifte der Entschluß zum Umbau eines alten noch von meinem Sohn übrig gebliebenen Tamiya Alfa's auf TA02 Chassis zu Trial Truck!

Das ist nun das Ergebnis:
Länge: 330mm / Breite: 180mm / Höhe: 190mm / Gewicht (Fahrfertig): 1,48Kg
Aber jetzt folgt erstmal der Bericht des Umbaus:

Die Vorder und die Hinterachse habe ich mit einem eifachen Rahmen aus 10mm x 10mm Alu U-Profilen und Blechen verbunden, den Radstand habe ich auf 220mm gekürzt. Das Lenkservo hängt kopfüber um Rahmen und ragt später in die Fahrerkabiene.

Ich habe die original Lenkgestänge und den Servosaver verwenden können. Die Umlenkhebel sind jetzt an dem vorderne Blech des Rahmens angeschraubt.
Den Rahmen habe ich übrigens mit Blindnieten zusannen genietet.

Hier nochmal der Rahmen von unten. Das Bretchen hinter dem Servo nimmt später den Akku auf, der so mittig im Fahrzeug, direckt hinter dem Fahrerhaus unter der Pritsche zu liegen kommt.
Als Antrieb habe ich einen LRP Truckpuller Motor mit einem 13Zähne Ritzel vorgesehen.

Standartmäsig ist am TA02 als kleinstes Ritzel 16 Zähne vorgesehen, um das 13 Zähne Ritzel einbauen zu können muß der Motorhlalter mit einem Langloch versehen werden so das der Motor näher an das Antriebszahnrad geschoben werden kann.

Da die Kotflügel beim Bruder Unimog etwas zu schmal waren, habe ich sie vom original Rahmen abgetrennt und je 8mm weiter nach aussen an einer Traverse aus 10mm x 10mm Aluwinkeln befestigt die nun von hinten an der alten Karosseriebefestigung angeschraubt wird.

Zum befestigen der RC-Komponenten, habe ich eine zweite Traverse angefertigt, die an die vordere Karosseriebefestigung angeschraugt wird.

Die RC-Traverse ist direckt über der Vorderachse angeschraubt, Regler und Empfänger sind mir Doppelklebeband aufgeklebt.
Der an der Traverse befestigten Gummiring wird in einen Haken der sich innen am Dach der Haube befindet eingehängt, so das diese nach dem Aufstecken auf den Kühlergrill nach unten gezogen wird und nicht mehr verrutschen kann.

Da ich auch Wehrt auf ein einigermasen originales Aussehen lege, habe ich eine Frontscheibe eingeklebt und das handkollorierte Amaturenbrett wieder eingebaut.

Der Kühlergrill ist beim Bruder Unimog eingesteckt, diese vorgehensweise habe ich mir beim Befestigen des Fahrerhauses zu nutze gemacht.
Der Grill ist auf den seitlich abgeschnittenen Frontrammer des TA02 von unten aufgeschraubt. Das Fahrerhaus wird von oben aufgesteckt und ist automatisch zentriert.

Die vorderen Kotflügel sind ebenfalls je 8mm nach aussen gesetzt und in das Fahrerhaus eingeklebt. Die Pritsche ist aus 3mm Buchensperrholz der Überrollbügel aus 4mm Aluminiumrohr ist von unten auf diese aufgeschraubt.
Das Fahrerhaus und die übrigen Aufbauten habe ich in Orange Lakiert und mit Aufklebern versehen.

Der ''Werkzeugkasten'' unter der Pritsche verdeckt den Fahrakku und wird zum Akkuwechsel einfach abgenommen.
Die Pritsche ist mit drei Schrauben von oben verschraubt und kann jederzeit gegen einen anderen Aufbau (Ladeflache, Kipper u.s.w.) ausgetauscht werden.

Die Reifen sind die Straßenreifen von Conrad denen ich für mehr Gripp jeden zweiten Stollen mit einer Nagelschere entfernt habe. Die Felgen sind die alten vom Alfa, die ich aber aus optischen Gründen irgendwann mal austauschen werde.

Natürlich ist das kein Wetbewerbsfähiger Trial-Truck, sondern eher ein sehr geländegäniger Unimog 2100. Das Fahren macht aber trotzdem viel Spas!