Befiederungsmaschine



Autor: Hagen Wolleb Dezember 2004

Auf vielfache Nachfrage habe ich nun eine Anleitung für meine Befiederungsmaschine geschrieben.
Ich habe die Konstruktion teilweise abgewandelt, so das die Einzelteile weitgehend ohne Werkzeugmaschinen herzustellen sind.
Leider kann nicht ganz auf maschinelle Bearbeitung verzichtet werden, aber villeicht hat ja der Eine oder Andere eine Idee wie er die Einzelteile für sich fertigen kann.

    Skizze zur Federklammer

Fangen wir mit der Klammer an.
Die beiden Teile der Klammer werden aus 1,0 - 1,5mm Stahlblech entsprechend der Skizze gebohrt und zugeschnitten.
Die Bleche müssen unbedingt magnetich sein da die Klammern später von Magneten in Position gehalten werden.

    Klammerbleche

Als Scharniere für die Klammern benutze ich Kugellager Kugeln.
Der Durchmesser der Bohrungen ist mit den Gelenkkugeln abzustimmen, ich benutze Kugellager Kugeln aus einer alten Fahrradgabel (5mm).
Die Bohrungen sollten ungefähr 0,5mm kleiner sein als die Kugeln, der Rest kann mit dem Senker angepaßt werden.

    Die Federn

Die Federn welche die Klammer zusammendrücken gewinne ich aus einer herkömmlichen Spiralfeder, Drahtstärke 2mm Durchmesser 15mm, ich schneide einfach zwei Ringe mit dem Trennschleifer aus der Feder.
Eine gute Alternative sind natürlich die Ringe eines Kettenhemdes.

    richten der Feder
einsetzen der Ringe

Die Ringe lassen sich mit einer Zange leicht richten.

Anschließend werden die beiden Bleche übereinander gelegt, die Kugeln nicht vergessen. Die Ringe werden mit einer Zange bis an die Unterkante der Bohrungen geschoben, hier wirken sie in idealer weiße.

    Die Klammer ist fertig

Die Klammer ist fertig und somit haben wir den ersten Bauabschnitt hinter uns gebracht.

    Grundkörper

Das Befiederungsgerät besteht aus einfachen Teilen, der Grundrahmen ist aus einem Aluwinkel 20mm x 40mm der schräg auf ein abgewinkeltes Alublech geschraubt ist.

    Prisma

Am oberen Ende des Grundrahmens (Winkel) ist ein weiterer Winkel mit einem eingearbeiteten Prisma zum einlegen der Pfeilschäfte angebracht.
Die Mitte des Prismas sollte 20mm von der Anschraubfläche des Grundrahmens entfernt sein, so das sie mit der unterren Pfeilaufnahme fluchtet.

    Pfeilaufnahme

Am unteren Ende des Grundrahmens ist die Pfeilaufnahme angebracht, ein Vierkantklotz 40mm x 40mm, 20mm dick.
In diesem Klotz ist mittig eine 20mm Bohrung in der die Aufnahme für den Nock läuft. Die Aufnahme für die Nocken ist ein Drehteil das ich vorne mittig auf eine Breite von 1,5mm abgeflacht habe und ein Prisma eingefeilt habe.

In die Unterseite dieses Klotzes habe ich ein Federndes Druckstück eingeschraubt und in die Nockaufnahme habe ich am Umfang eine Dreiteilung angerissen und mit einem Bohrer leicht angebohrt so das, das Druckstück darin einrastet. Beim Drehen an der großen Rändelschraube rastet das Kugeldruckstück sauber ein und der Schaft bekommt drei Federn in exaktem Abstand.
Wenn man kein federndes Druckstück zur Hand hat, reichen Alternativ natürlich auch drei Markierungen und eine Klemmschraube zum fixieren der Klebeposition.

    Feder verstellung

Die Klammer wird mit einem herkömmlichen Türmagneten aus dem Baumarkt, der auf einem 1mm dicken Alublech befestigt ist angeklipst. Das Alublech hat zwei Langlöcher über die ich den Winkel der Feder auf den Schaft einstellen kann. (wichtig bei rechten oder linken Federn)

    fertig

Hinter dem Magnetblech ist noch ein Anschlagblech für die Klammer angebracht, so das jede Feder auch im gliechen Abstand zur Nock angesetzt werden kann.

Diese etwas grob gehaltene Anleitung ist natürlich nicht für jeden umzusetzen, aber ich denke das die jenigen, die in der Metallbranche tätig sind, schon etwas damit anfangen können.